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Der Wahnsinn von Erfurt
Es drängt sich eine Frage auf: Wie kommt jemand dazu, so eine Wahnsinnstat zu planen und dann auch noch durchzuführen? Ein Grund ist wohl das Schulsystem in Thüringen. Wenn man das Abitur nicht spätestens im zweiten Anlauf schafft, steht man ohne jeden Abschluss da, nicht einmal ein Hauptschulabschluss bekommt man zuerkannt. Da haben es diejenigen, die nach zehn Jahren mit dem Realschulabschluss von der Schule gehen deutlich besser. Robert S. war Mitglied in zwei Schützenvereinen und trainierte dort das zielgenaue töten. Außerdem erhielt er durch seine Ausbildung im Schießen hier auch schnell eine Waffenbesitzkarte. Durch intensives spielen von
Computerspielen wie „Counterstrike“ oder „Quake“. Dies sind Spiele bei denen
Terroristen (oder ähnliches) gejagt und gezielt erschossen werden. Auch wenn die
deutschen Versionen teilweise kein oder grünes Blut zeigen, kann man hier einen
Amoklauf gezielt trainieren, denn in vielen Spielen kann man sich sein
Wunschgelände erstellten. So mit trainiert man den Amoklauf gleich in der
richtigen Location. Übrigens: Counterstrike sollte indiziert werden in Deutschland, dass heißt, es wäre verboten worden. Leider wurde dies von der „Counterstrike-Lobby“ verhindert, es hätte wahrscheinlich aber auch nichts mehr als einen symbolischen Wert gebracht, da die meisten Computerspiele sowieso nicht legal im Laden gekauft werden... Obwohl die Politiker alle versprochen
haben, mit dem Wahlkampf inne zu halten und der Opfer zu G Aber es ist ja gerade die Zeit des Wahlkampfes und da zählen die Sachen von gestern nicht mehr, die hat der Wähler sowieso schon vergessen. Ist so etwas wie in Erfurt passiert ist, auch bei uns möglich? Auffallend ist, dass die meisten
Schulmassaker in den neuen Bundesländern geschahen. Doch das heißt natürlich
nicht, dass es nicht möglich wäre, dass so etwas auch bei uns möglich wäre. Da
hilft auch nicht das Nest der Glückseligkeit der Waldorfpädagogik. Es muss ein
generelles Umdenken in der Erziehung geben und zwar
nicht nur von Lehrerseite, sondern vor allem bei vielen Eltern! Deshalb ist die
Waldorfschule, trotz der intensiveren und persönlicheren Betreuung als es an
einer staatlichen Schule gegeben ist, auch ein potenzielles Ziel. Doch was
jetzt das Schlimmste wäre, wäre ein
Hochsicherheitstrakt aus unserer Schule zu machen, mit Metalldetektoren und
Drogenrazzien, wie es in vielen Schulen in den USA mittlerweile leider üblich
ist. Nein, ein viel besseres Signal wäre es, Spiele wie Counterstrike zu verb In einem Gespräch in der 11.Klasse, kurz nach der Tat von Erfurt, sagte Herr Schubert, dass auch an unserer Schule die Gewalt zunehme und die Lehrer dieses Problem sehr ernst nehmen müssten. Und viele Lehrer sagten, man mache sich schon Gedanken, wie es wäre, wenn man als Lehrer vor der Klasse stehe, ein Schüler mit einer Pistole hineingestürmt käme und ... Moritz Morgenstern 12.Klasse |