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Kommentar zur Fußballvermarktung im Fernsehen Es
sollte Leo „Fußballgott“ Kirchs neuester Streich werden, die
Sat1-Fußballsendung ‚ran’ auf den spät-möglichsten Termin zu verschieben,
die Fans im „Free-TV“ solange wie möglich hinzuhalten und neue Zuschauer
für Premiere-World zu gewinnen. Auch mit der ‚Tagesschau’ durfte man jetzt
lange streiten, was in dieser überhaupt noch an Fußballszenen gezeigt werden
dürfte. Aber es
wurde eben nicht alles besser, ‚ran’ verzeichnete noch schlechtere TV-Quoten
als in den Vorjahren, immer mehr Fußballfans entschieden sich zum Abschalten
oder Umschalten und das Doch nicht nur diese Quoten bedrückten Kirch, denn auch Premieres Neukunden blieben aus, die Sat1-Pro7-Aktie fiel seit Wiederanpfiff der Fußballbundesliga um mehr als 30%. Es ging also nicht nur um ein par TV-Quoten, sondern um das richtig große Geld. Kein
Wunder also, das Kirch reagiert und die Sendung ‚ran’ ab sofort wieder
früher, nämlich um 19 Uhr beginnt. Ob die Wir
fragen uns, warum erst dieses ganzes Theater? Die Vereine des deutschen
Fußballs zeigen sich plötzlich selbst besorgt, denn wenn Premiere nicht mehr
so viel Geld für die Fußballrechte bezahlen kann, wer tut dies dann? Aber ist dies nicht viel zu viel Anstellerei? Warum gründet der DFB nicht eine eigene Vermarktungsgesellschaft, einen Fernsehsender, der Samstags und Sonntags die Spiele der Fußball-bundesliga überträgt; einen Fußballsender, der sich aus Werbeeinnahmen finanziert, von dessen Umsätzen die Vereine dann immer noch ein großes Stückchen abbekommen könnten. Ein Gutes hat die ganze Diskussion um die Übertragungsrechte dann aber doch noch. Leo Kirch hat gemerkt, dass es nicht immer ganz so einfach ist, die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer zu machen und die Fußballfans haben ihm gezeigt, dass sie eben doch nicht alles mit sich machen lassen. Also, statt ‚ran’ am nächsten Samstag einfach wieder das ‚ZDF-Sportstudio’ gucken. Das kommt zwar etwas später, zeigt dafür aber keine Werbung und man hat auch noch das Gefühl, Kirch einmal mehr bewiesen zu haben, dass eben doch nicht alles käuflich ist.
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