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Die große Titelstory: Illegal in Deutschland Er ist so alt wie wir, doch was er erleben musste, kann man niemandem
wünschen. Erkan Ö.* lebt seit 1994 in
Deutschland. Er war damals vierzehn. Wie die meisten illegal in Deutschland
lebenden Menschen, fing auch bei ihm alles harmlos an. In der Hoffnung auf ein
besseres Leben wurde er von seiner Familie nach Deutschland zu seinem Bruder
geschickt. Ausserdem sollte er hier arbeiten um Geld in die Türkei zur Familie
zu s Erkan Ö. sah keine andere Möglichkeit, als unterzutauchen. Dies tat er
nicht, aus krimineller Absicht, sondern aus reiner Verzweiflung, da er zum Einen
aus dem kurdischen Teil der Türkei kommt und damit ständiger Diskriminierung
und Verfolgung in der Türkei ausgesetzt ist und zum Anderen er für seine
Familie auf das Geld aus Deutschland angewiesen war, um zu überleben. Von
dieser Zeit an erledigte Erkan saisonal anfallenden Arbeiten, wie z.B. Helfen
bei der Apfelernte oder auf dem Bau . Er lebt wie viele Türken, Polen und andere
ausländische Arbeiter die ill
In dem Verschlag angekommen, stelle ich fest, dass der Raum kein einziges
Fenster hat und alles von aussen mit Paletten und anderen Sachen kaschiert wird,
um möglichst unauffällig zu wirken. Und trotzdem leben hier alle mit der Angst
entdeckt zu werden. Sie meiden öffentliche Verkehrsmittel und Züge, denn dort
ist die Gefahr, kontrolliert zu werden am größten. Nach Stade oder ins
nächste Dorf kommen sie entweder mit dem Fahrrad oder fahren mit Freunden, die
einen Führerschein haben und legal hier leben. Die medizinische Versorgung
müssen sie komplett selbst bezahlen, da sie sich nicht versichern können. Es
gibt viele Ärzte, die bei einer solchen Behandlung nur die reinen
Materialkosten berechnen, doch leider gibt es auch „schwarze Schafe“, die
einen solchen Patienten gnadenlos ausnehmen. Ein Arzt ist bei der Behandlung von
Illegalen nicht an die ärztliche Schweigepflicht gebunden, diese
Kriminilasierung von Ärzten Pfarrern und allen anderen Helfern, soll jetzt
abgeschafft werden, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Und so kann auch
ein Arztbe
Erkan lädt mich gleich zum Tee ein und während wir trinken, erzählt er aus
seinem Leben. Er ist mittlerweile zweiundzwanzig. Die Schule hat er in der
Türkei abbrechen müssen, um hierher kommen zu können. Doch so hat er sich das
Leben nicht vorgestellt, er kann nicht zurück in die Türkei, da er am
Flughafen oder an der Grenze festgenommen werden würde, denn er hat keinen
Pass, der liegt immer noch bei der Behörde. Hier in Deutschland ist er ein
Was auch nicht vergessen werden darf: Ohne die hunderttausenden (derzeit
illegal) in Deutschland lebenden Ausländer, wäre unserer jetziger
Lebensstandard unmöglich. Welcher Arbeitsloser würde für 5€ pro Stunde auf
dem Feld herumkriechen und Spargel stechen, oder im Herbst, bei jedem Wetter die
Äpfel im Alten Land pflücken? Dieses Problem zeigt auch ein
ABM(Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme)-Angebot, des Arbeitsamtes Stade. Dieses
wollte Langzeitarbeitslose zur Mithilfe bei der Obsternte im Alten Land zwingen.
Doch die angesprochenen ließen sich lieber die „Stütze“ kürzen, als diese
„Drecksarbeit“ zu machen. Die Bauern waren
darüber eher froh, sie konnten weiter die billigen ausländischen Arbeiter
einsetzen, welche meistens besser und schneller arbeiten.
Die illegalen Arbeiter werden von der Polizei gezielt verunsichert und gescheucht. Vor ein paar Jahren durchsuchten Spezialeinheiten der Polizei viele Obsthöfe im Alten Land und der Umgebung. Dazu umringten sie den gesamten Obsthof, wie bei einer Treibjagd und stießen immer weiter in den Obsthof vor. Unterstützt wurden sie von einem Hubschrauber, der die Männer wie Schwerstkriminelle jagte, bis sie von Polizisten am Boden festgenommen wurden. Nur der Protest vieler Bauern und Bürger, die sich der Polizei mutig in den Weg stellten und protestierten, stoppte diese Aktionen. Doch nicht alle Polizisten sind so grausam und verhaften jeden ausländischen
Arbeiter, nur weil er illegal sein könnte. Mit glänzenden Augen erzählt Erkan
die Begegnung eines Freundes mit der Polizei. Dieser war mitten in der
Apfelernte, als er mit den anderen Arbeitern eine Pause am Fleet machte. Als ein
Polizeiwagen vorbeifuhr bekamen sie Angst, doch sie ließen es sich, so gut es
ging nicht anmerken, als der Wagen noch einmal vorbeifuhr, ergriff sie Panik.
Sie blieben jedoch weiter sitzen, um nicht sofort aufzufallen. Als der
Polizeiwagen ein drittes Mal vorbeifuhr, s Moritz Morgenstern (11.Klasse)
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