RUDIMENTE Schülerzeitung der FWS Stade

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Auge um Auge, Zahn um Zahn...

Israels Politik gegen die Palästinenser nimmt immer schlimmere Züge an. Seit Ariel Sharon, ein ehemaliger General, Ministerpräsident ist, herrscht praktisch Krieg zwischen Israelis und Palästinensern und die Gewalt nimmt unvermindert zu. Der zwischendurch vereinbarte Waffenstillstand hielt nur kurz, da Israel mit „Vergeltungsschlägen“ auf jedes Attentat von palästinensischen Terroristen reagiert. Doch Israel zerstört nicht Ausbildungslager von potentiellen Terroristen, sondern reißt private Wohnhäuser ein, macht durch viele Familien mitten im Winter obdachlos, zerstört die Landebahnen des Flughafens in Gaza (welcher mit EU-Geldern, hauptsächlich aus Deutschland und Spanien finanziert wurde) und zerstört damit auch ein Symbol der   palästinensischen Unabhängikeit. Dann wird die „Stimme Pälästinas“, der staatliche Rundfunk von Jassir Arafats Autonomiebehörde, mitten in der Nacht gestürmt und von israelischen Spezialeinheiten gesprengt. Und während israelische Panzer den Amtssitz von Jassir Arafat immer enger einkreisen, zerstören andere Einheiten weiter ungestört, Wohnhäuser, und Polizeistationen der Palästinenser. Das Irrsinnige ist nur: Wie soll die palästinensische Polizei Attentäter festnehmen, wenn die Israelis ihnen die Arbeitsgrundlage, ihre Polizeistationen und Kriminallabore, sowie die Küstenwache zerstören. Dies sind ausserdem zum großen Teil Gebäude und Institutionen, welche von der EU finanziert wurden. Zur Zeit ist die europäische Kommison dabei, eine Schadensliste mit von Eu-Geldern erbauten und von Israel zerstörten Gebäuden zu erstellen. Doch zu einer Schadenersatzforderung wird es wohl nicht kommen, da Israel diese Summen sowieso nicht bezahlen könnte und würde. So zerstört Israel weiter die Gebäude und die europäischen Steuerzahler bezahlen den Wiederaufbau. Ex-General Sharon geht es gar nicht um die Herbeiführung eines neuen Friedensprozesses, er will Arafat absetzen oder in Ausland abschieben, Palästina für immer besetzen und die Bewohner damit zu Menschen zweiter Klasse machen.

Der Kampf zwischen Israel und den Palästinensern ist auch ein Kampf ums Wasser. Die meisten Wasservorkommen der Gegend sind in der Nähe des Jordans, welcher durch die autonomen Gebiete fließet, aber nicht durch Israel. So wurde diese Gegend einfach besetzt und die Israelis bauten Wasserwerke. Nun müssen die Palästinenser ihr eigentlich eigenes Wasser von den Israelis kaufen. Allerdings nur in begrenzten Mengen, damit die israelischen Siedler genügend Wasser zur Bewässerung ihrer Plantagen (deren Gemüse und Obst in Deutschland verkauft wird) haben. Wenn ein Palästinenser einen Brunnen bohren möchte, muss er dies bei der Besatzungsmacht beantragen und darf nicht so tief in die Erde bohren, wie seine israelischen Nachbarn. Dies ist nur eine von vielen Schikanen, die das Volk der Palästinenser gegen die Israelis aufbrachte. Wenn solche Regelungen nicht abgeschafft werden, wird es wohl nie zu einem wirklichen Frieden kommen. Und: je mehr Sharon Arafat isoliert, desto mehr wächst die Unterstützung im palästinensischen Volk für ihren gewählten Präsidenten. Sharon kann einen Kampf gegen das palästinensische Volk nicht gewinnen und er wird es auch nicht, da er seine gesamten Sympathien verspielt, in dem er z.B. Arafat unter Hausarrest stellt und ihm sogar verbietet zu einem Treffen der EU-Außenminister zu reisen. 

Der Weg zum Frieden ist noch weit, vor allem, wenn der Sondervermittler der USA Zinni, ein ehemaliger General, wie Sharon, Arafat als „Lügner“ und „Mafia-Boss“ bezeichnet und Sharon als „Papa Bär“.

Moritz Morgenstern(11.Klasse) 

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