RUDIMENTE Schülerzeitung der FWS Stade

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Schulhofgestaltung - Es tut sich was!

Von 1997-1999 entwickelte eine Arbeitsgruppe einen Gestaltungsplan für den Schulhof. Der fertige Plan wanderte einmal durch die oberen Klassen der Schule, um die Schüler zu informieren und sie zu fragen, was mit dem Schulhof passieren sollte. Die 12.Klasse vermaß 1999 den Schulhof. Ansonsten geschah, zumindest aus den Augen der Schüler, nicht viel. Seitdem hat sich viel auf unserem Pausenhof verändert. Der Bus der ehemaligen zwölften Klasse - wir erinnern uns alle neidisch zurück - ist verschwunden und die letzten dritten Klassen haben in den
Hausbauepochen erste Spielgeräte für den zukünftigen Hortgarten (hinter der Remise) gebaut, wobei die Arbeiten nicht immer abgestimmt mit dem Gestaltungsplan abliefen. Kurz gesagt, der vor etwa zwei Jahren erstellte Plan ist heute nicht mehr umsetzbar, ein neuer Plan muss her.
Zunächst wollte man einen neuen Plan in Auftrag geben, einigte sich aber schnell darauf, die Arbeit lieber selber zu machen, nicht zuletzt um Geld einzusparen. Bevor ein neuer Plan umgesetzt werden kann, gilt es aber noch ein Paar Probleme zu lösen. Bisher sollen etwa elftausend Mark durch Basar- und Flohmarkteinnahmen für die Schulhofgestaltung zur Verfügung gestellt worden sein, bei den Maßnahmen, die bis zu einem fertigen Schulhof noch ausgeführt werden müssen ist dies aber nur ein kleiner Betrag, insbesondere, wenn Schüler und Eltern nicht selbst mitarbeiten. Teuer sind besonders zwei der grundlegenden Gestaltungsmaßnahmen. Hier tauchen zwei Ölabscheider, noch aus alten Bundeswehrzeiten, wieder auf. Noch immer befinden sich diese mittig auf unserem Schulhof, dort wo früher der Bus der ehemaligen zwölften Klasse stand. Dass die Ölabscheider verschwinden müssen, ist klar, klar ist aber nicht, wer die Beseitigung der Ölabscheider zu bezahlen hat. Stadt und Bundesvermögensamt halten sich hier vornehm zurück, wer die Beseitigung letztendlich zahlt, ist bis heute nicht geklärt. Die zweite teure Maßnahme ist die Beseitigung der großen Asphaltflächen auf unserem Schulhof. Unter dem Asphalt liegen noch Beton und Schutt, wie viel diese Beseitigung letztendlich kosten wird, ist unklar.

Trotz dieser Probleme sind schon jetzt eine Reihe von
Ideen zusammen gekommen, die in den neuen Gestaltungsplan für den Schulhof einfließen werden. Zunächst muss der ganze Schulhof aus  versicherungstechnischen Gründen eingefriedet werden. Das heißt, die Schule muss zwar nicht von einem zwei Meter hohen Stacheldrahtzaun umgeben sein, es muss aber deutlich sein, dass der Schulhof ein privates Gelände ist und öffentlich nicht, oder nur eingeschränkt zugänglich ist. Um die Einfriedung des Schulhofes zu erreichen sollen Ballspielplätze und Parkplatz hinter dem Oberstufengebäude (Haus 23) von einem Holzzaun umgeben werden. Zusätzlich wird an diesem Holzzaun eine Hecke angepflanzt. In fünf bis zehn Jahren ist der Holzzaun vermodert und dann ist die Hecke groß genug, um als Umfriedung auszureichen. Der Wall, der die Ballspielfelder und den Schulhof an der Nordseite begrenzt, soll weiter bis zur Remise aufgeschüttet werden. In den neu aufgeschütteten Teil sollen Treppenstufen als Sitzgelegenheiten - ähnlich dem Amphitheater das hier einmal geplant war - gesetzt werden. Dies kann allerdings erst geschehen, wenn die Ölabscheider von unserem Schulhof verschwunden sind, da das freie Stück im Wall noch als Anfahrt für Lastwagen genutzt werden müsste. Auf der Fläche zwischen Remise und Schulküche soll der Asphalt fast komplett verschwinden. Hier soll ein Stück grünes, leicht hügeliges Gelände entstehen, eventuell mit einem Teich und ein Paar Spielgeräten wie z. B. ein Klettergerüst. Basketballfeld und Skaterbereich bleiben aber zunächst erhalten.
Der derzeitige Haupteingang der Schule soll langfristig zum Nebeneingang werden. Haupteingang wird dann der Eingang des Neubaus, der durch Wegführung und einen Versammlungsplatzes eindeutig als Haupteingang zu erkennen sein soll. Der derzeitige Haupteingang, soll weiterhin als Liefereingang genutzt werden, das heißt, hier muss eine Anlieferungszufahrt bleiben bzw. angelegt werden. Die hier für ein Beet bereits aufgerissene Asphaltdecke muss deshalb teilweise wieder zugeschüttet werden - ein weiteres Beispiel dafür, dass die Arbeit am Schulhof bisher nicht sehr koordiniert ablief.
Gegenüber des Büroeingangs sollen eventuell überdachte Fahrradständer angelegt werden, eventuell dazu noch ein, zwei weitere PKW-Stellplätze. Auch eine Verlagerung der Mülltonnen hierher könnte für etwas mehr Ordnung vorm Schuleingang sorgen. Auch vor der Remise soll sich noch einiges tun, hier sollen noch eine Schmiede und eine überdachte Arbeitsfläche entstehen. Die Ballspielfelder bleiben bestehen und zur Freude vieler Schüler darf hier auch die Raucherecke bleiben bzw. entstehen, klar ist aber, dass diese Arbeit in die Hände der Schüler gelegt werden soll. 

All diese Überlegungen und Ideen sollen in den neuen Gestaltungsplan für den Schulhof einfließen, ein Großteil der Arbeiten kann aber erst beginnen, wenn die Ölabscheider von unserem Schulhof verschwunden sind. Es hängt also davon ab, wie lange sich Bundesvermögensamt und Stadt noch querstellen. Erst dann kann der Schulhof endlich ein richtiger Schulhof werden. Eventuell sollen die Ölabscheider noch in diesem Sommer verschwinden. Ob dies aber wirklich geschieht und wie lange die Arbeiten am Schulhof dann noch andauern ist unklar. Abhängig ist die wohl auch davon, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen und wie Groß die Arbeitsbeteiligung von Eltern und Schülern ist. 

Claas Wilke

11. Klasse